|
|
Taiwan ist nicht Teil Chinas: Dementation des „Ein China“ MärchensIn der Charta der Vereinten Nationen ist festgelegt, dass alle Menschen das Recht auf Selbstbestimmung haben. Aufgrund diesen Rechtes sollten sie eigenständig ihren politischen Status bestimmen und ihre ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung selbst lenken können. Nach diesem Grundsatz haben die Bewohner Taiwans das Recht, den Status ihres Landes frei zu wählen und dieses Recht steht ausschließlich den Taiwanern zu. Weder die Volksrepublik China noch eine andere Nation als die Taiwans haben das Recht die Zukunft Taiwans zu bestimmen. Das taiwanische Volk wurde viele Jahre fremdbestimmt. Von der europäischen Kolonisation durch Spanien und die Niederlande, die Besetzung durch Japan 1895-1945 bis zur Diktatur durch die Kuomintang 1945-1987 haben die Taiwaner die grausamen und korrupten Seiten verschiedener Diktaturen erleben müssen. Die Nöte, die sie erdulden mussten, ließen sie an Werte wie Frieden, Stabilität und Menschenrechte glauben, welche in ihren Augen nur durch eine demokratische Selbstverwaltung erreichen werden könnten. So entwickelte sich eine stetig wachsende und blühende Demokratie, welche die erste Asiens sein sollte. Trotz dem Bestreben der Volksrepublik China Taiwan als integralen Teil Chinas darzustellen, ist die Wirklichkeit das genaue Gegenteil. Seit 1895 wurden Taiwan und China nur 4 Jahre lang von der selben Regierung zwischen 1945 und 1949 regiert. Die Regierung zu dieser Zeit war die Republik China – auch Nationalchina genannt – dessen Auftrag lediglich war, Taiwan vorübergehend im Namen der Alliierten Streitmächte zu besetzen. Diese Regierung wurde allerdings nie von der taiwanischen Bevölkerung anerkannt. Die letzte Dynastie Chinas, die Ching Dynastie, hatte Taiwan schon nicht mehr zu seinem Hoheitsgebiet gezählt und jegliche Verantwortung für Aktivitäten auf der Insel abgestritten, als amerikanische, japanische und französische Seeleute sich über die andauernde Piraterie beschwerten. China und Taiwan sind zwei separate Nationen mit eigenen Regierungen sowie unterschiedlichen Kulturen und Sprachen. Nichtsdestotrotz zeigten Meinungsumfragen in Taiwan, dass die überwältigende Mehrheit der Taiwaner eine Wiedervereinigung ablehnt; dies wird zudem durch die Wahlergebnisse im Jahr 1988 und 2000 gestützt, als Lee Teng-Hui bzw. Chen Shui-Bian zum Präsidenten Taiwans gewählt wurden, welche beide definitiv gegen die Idee einer Wiedervereinigung waren und sind. Wer kann es ihnen denn auch verübeln? Die Kulturen dieser zwei Nationen sind unterschiedlich, und China ist bis heute eine totalitäre Diktatur, welche politischen Widerstand im Keim erstickt und Menschenrechte missachtet – und dies ist laut aktuellen Amnesty International Berichten noch immer der Fall. Eine Vereinigung würde zur Folge haben, dass die hart erkämpfte demokratische Entwicklung gestoppt, wenn nicht sogar aufgehoben wird, die lokalen Kulturen, an denen Taiwan reich ist, zerstört werden und die Meinungsfreiheit, wie in der Volksrepublik, untergraben wird, für dessen Erlangung das taiwanische Volk so viel hat erleiden müssen. Wenn durch das chinesische Antisezessionsgesetz kein militärischer Druck auf Taiwan ausgeübt werden würde, so wäre Taiwan längst offiziell ein unabhängiger Staat. Das nächste Ziel der Taiwaner ist es, international anerkannt zu werden. Dennoch haben sich europäische und viele weltweite Nationen dafür entschieden, Taiwan nicht (mehr) anzuerkennen, um China zu beschwichtigen. Diese Außenpolitik der meisten Nationen verweigert somit Taiwan eine Stimme in den Vereinten Nationen, was 23 Millionen Menschen auch den wichtigen und notwendigen Zugang zu Ressourcen internationaler Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwehrt. Aufgrund dieser Tatsachen fordern wir die politischen Entscheidungsträger aller europäischen Nationen dazu auf, an den Werten der Demokratie, Freiheit und Menschenrechte festzuhalten. Wenn die europäischen Staaten den Kosovo anerkennen können, so sollten sie ebenfall ihre „Ein China“ - Politik überdenken und Taiwan als vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft aufnehmen. Sie sollten Taiwans Unabhängigkeit und faktische Souveränität anerkennen und das Recht auf Selbstbestimmung der 23 Millionen Bewohner achten. Ebenso fordern wir die europäischen Staaten auf, sich gegen Chinas kriegerisches Verhalten und den militärischen Machtmissbrauch auszusprechen, welche die Stabilität und den Frieden im ostasiatischen Raum bedrohen. Die Anerkennung Taiwans Unabhängigkeit stellt außerdem die Erfüllung der Charta der Vereinten Nationen dar, denn durch die Aberkennung Taiwans Unabhängigkeit wird 23 Millionen Menschen auf der Welt das Recht auf eine Stimme in den Vereinten Nationen geraubt. Jedes Volk sollte das Recht besitzen, ihren eigenen Weg zu gehen und die Geschicke sowie die Zukunft ihres Landes selbst bestimmen zu dürfen. Dieses Recht sollte also auch den Taiwanern zustehen und von allen anderen Völkern respektiert werden. Fragen oder Anmerkungen? Schicken Sie uns eine Mail an: webmaster [ad] fapaeu [punkt] org |