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Isolierte DemokratieFAPA Europa Online Artikel, veröffentlicht 8. August 2007 Vor 20 Jahren am 15. Juli 1987 hob Taiwan sein 38 Jahre altes Kriegsrecht auf. Seitdem hat sich die Insel in eine dynamische Demokratie gewandelt. Dennoch steht die neu errungene Demokratie vor vielen Herausforderungen und ist in Gefahr durch China ausgelöscht zu werden. Taiwan wird fortwährend von China bedroht, das mit ungefähr 1000 Raketen auf die Insel zielt. Die derzeitige Bedrohung Chinas können die Leute in Taiwan nicht verstehen. Durch die „falsche" Bildung in China denken dort die meisten Leute, dass Taiwan eigentlich zu China gehört. Würde man die Geschichte genauer untersuchen, würde man feststellen, dass Taiwan niemandem gehört. Taiwan wurde auch von den Niederlanden, Spanien und Japan besetzt. Als die Chinesen in Taiwan herrschten, regierten sie nur über ein kleines Gebiet von Taiwan, längst nicht über die gesamte Insel. Die Chinesen sollten die Geschichte Taiwans besser kennenlernen, und sich nicht nur der blinden Überzeugung hingeben, dass Formosa in ihrem Besitz ist. Die zahlreichen Epochen unter fremder Herrschaft haben die Bürger Taiwans in ihrem Bestreben nach Selbstbestimmung und Demokratie bestärkt. Für die Taiwaner ist es inakzeptabel, dass China sich bei internationalen Anlässen dem Recht auf Selbstbestimmung Taiwans widersetzt und nicht auf friedliche Weise verhandeln will. Zusätzlich werden Taiwans Versuche, internationalen Vereinigungen wie der UN oder der Weltgesundheitsorganisation beizutreten, stets aufgrund von Einwänden Chinas abgelehnt. Unglücklicherweise beschwichtigen die Europäischen Nationen Chinas irrationale Forderungen, dass Taiwan ein Teil von China sei, ungeachtet aller das Gegenteil beweisenden Fakten. Meinungsumfragen in Taiwan zeigen durchweg, dass eine große Mehrheit der Bürger den Gedanken einer Vereinigung ablehnt. Die taiwanischen Bürger wollen ihre hart erworbene Demokratie vor den militärischen Bedrohungen Chinas bewahren. Sie wollen nicht von einem Land regiert werden, das grausame Menschenrechtsvergehen begeht und keinen Respekt für die fundamentalen Rechte von Bürgern zeigt. Die Bürger Taiwans sollten in der Lage sein, das Schicksal ihres Landes nach den Prinzipien der Selbstbestimmung selbst zu bestimmen. Sie sind auch dazu berechtigt sich in internationalen Weltgremien wie der UN oder der WHO zu repräsentieren. Europäische Staaten, welche die Prinzipien von Demokratie und Freiheit unterstützen, sollten mehr Durchsetzungsvermögen bei der Unterstützung von Taiwans Recht auf Selbstbestimmung und Aufnahme in die internationale Gemeinschaft zeigen. Dem Lippenbekenntnis zum gegenwärtigen Stand fehlt die Erkenntnis, dass Chinas Raketen der destabilisierende Faktor in der Meerenge von Taiwan ist. Die Politik Europas beugt sich leider den Forderungen Chinas und sendet dadurch die Botschaft, dass diktatorisches und militärisch aggressives Verhalten unterstützt wird, wohingegen verantwortliches demokratisches Regieren isoliert wird. Die Politiker Europas sollten beginnen, das Recht der taiwanischen Bürger, ihre eigene Zukunft zu bestimmen, ihre Demokratie beizubehalten, und ihre Freiheit vor den kriegerischen Drohungen Chinas zu beschützen, zu respektieren.
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